Je nach Fahrzeugkategorie und Gegebenheiten werden die verschiedenen Grundrisse aufgebaut. Konzeptionell besitzen die Reisemobile auf dem Tiefrahmenchassis eine Stufe, sofern diese nicht über einen doppelten Boden verfügen. Bei Hochrahmen Chassis dagegen ist der Laufboden und der Übergang ins Fahrerhaus stufenfrei.
Welche Vor- und Nachteile haben sie für den Reisemobileinsatz? Und gibt es für alle Basisfahrzeuge die gleiche Auswahl an Chassisvarianten? Es gibt verschiedene Chassis- oder Rahmenvarianten, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Für Wohnmobile kommen die folgenden Fahrgestelle zum Einsatz:
- Werks-Leiterrahmen: Dieser Rahmen ist durch die doppelten U-Profile sehr stabil und steif. Nachteile: hohes Fußbodenniveau, höheres Gewicht.
- Werks-Flachboden- oder -Plattformrahmen: Dieser Rahmen ist praktisch die Bodengruppe eines Kastenwagens. Besteht aus einem halbhohen Rahmenprofil und einer aufgeschweißten Blechplatte.
- Werks-Flach- oder -Tiefrahmen: Diese Variante besteht aus einem halbhohen Rahmen und oben aufgeschweißten Blechstreifen. Sie hat den Flachbodenrahmen abgelöst, weil dessen Blechboden bei Bordtechnik-Installationen oft im Weg steht.
Weitere Vorteile: niedriges Fußbodenniveau und geringeres Gewicht. Allerdings muss der Aufbau mittragend konstruiert sein; dazu wird die Bodenplatte oft aufgeklebt. - Al-Ko-Tiefrahmen: Dieser Rahmen wird inklusive Hinterachse an einen Triebkopf angeflanscht. Die Al-Ko-Hinterachse hat eine Einzelradaufhängung mit Drehstabfedern statt der Original-Starrachse mit Blattfedern. Diese Achskonstruktion ist besonders platzsparend. Die Rahmengeometrie ist zu-dem sehr flexibel, was die Radstände, Spurbreite und die Kröpfung anbelangt. Es gibt verschieden tief abgesenkte Versionen, allerdings vermindert sich dabei entsprechend die Bodenfreiheit. Auch vom Alko-Rahmen gibt es gewichtsoptimierte Varianten, bei denen der Aufbau mittragend aus-gelegt sein muss.